Donnerstag, 26. April 2018
Vorbericht Rueben 2014

Schwäbische Zeitung 21.10.2014

Tradition statt Trend

Aldinger Narrenfreunde wollen mit Rübengeisterumzug von Halloween ablenkenAldingen pm Die Aldinger Narrenfreunde veranstalten am Freitag, 24. Oktober, zum zweiten Mal den „Rübengeischterumzug“. Mit der Veranstaltung belebt die Zunft eine alte Tradition im Ort neu.Eine Futterrübe, ein Messer, eine Kerze – schon hielt Thomas Geiger einen flackernden Rübengeist in der Hand. Der Schriftführer der Aldinger Narrenzunft schnitzte als Kind alljährlich Gesichter in die Rüben, die er von seinen Nachbarn bekam. Diese pflanzten das Gemüse für den Eigengebrauch an.Übernommen hatte Thomas Geiger den Brauch von seinem Vater Hermann Geiger, der heute 73 ist, und der selbst in seiner Kindheit im Herbst dieser Tradition nachging.Zum Geburtstag seines Sohnes Simon wollte Thomas Geiger den Kindern diesen Brauch wieder übermitteln – und stand vor der Herausforderung, Rüben zu beschaffen.Kürbisschnitzen zu Halloween war den Kindern bekanntDie heimische Landwirtschaft pflanzt mittlerweile selten noch Futterrüben. Doch Geiger gab nicht auf und fand schließlich die geeigneten Rüben. Mit diesen fand der private Rübengeisterumzug der Familie zum Spielplatz „Nettenwälde“ mit anschließendem Lagerfeuer und Grillwurst statt.Überraschend damals war, das keines der Kinder diesen Brauch noch kannte, jedes aber bereits Kürbisse zu Halloween schnitze. So wuchs in Geiger der Wunsch, den Kindern im Ort diese Tradition wieder nahe zu bringen.Zunftmeister Ralf Schräpel hatte parallel dazu die gleichen Gedanken und trug diese dann dem Narrenrat Mitte des Jahres 2012 vor. Mit viel Engagement aller und voller Vorfreude wurde im November 2013 unter Begleitung des Musikvereins Aldingen der erste offizielle Rübengeisterumzug in Aldingen veranstaltet. Problematisch im Vorfeld war auch letztes Jahr die Organisation der Rüben.Allerding zeigte sich der „Haus- und Hofbauer“ der Narrenfreunde, Florian Beilharz von den Heuberghöfen, bei der Anfrage der narren sofort angetan – auch er kannte noch den alten Brauch – und pflanzte und bewirtschaftete in Eigenregie auf einem seiner Äcker eigens für die Veranstaltung Rüben, welche die Narrenfreunde selbst in Handarbeit ernteten und säuberten.Mit Spannung ob der Umzug in Aldingen auf Interesse stoßen würde, warteten die Narrenfreunde auf die Teilnehmer – rund 100 Kinder mit selbstgeschnitzten Rübengeistern erschienen, die in Begleitung von Eltern, Großeltern, Tanten oder Onkeln die Gemeinde an diesem Abend mit den schaurigen Gestalten schmückten.In diesem Jahr setzen die Narrenfreunde auf denselben Ablauf. Allerdings wurde der Anfang des Jahres neu gegründete Jungnarrenrat in die Organisation stark miteingebunden. Der Jungnarrenrat kümmert sich hauptsächlich darum, Jugendlichen und Kindern inner- und außerhalb des Vereins das Brauchtum näher zu bringen.Da sich der Verein den Erhalt des heimischen Brauchtums auf die Fahne geschrieben hat, nimmt er den Rübengeisterumzug zum Anlass, die Kinder wieder an diese alte schwäbische Tradition heranzuführen um vom US-amerikanischen Halloween-Trend abzulenken.Erwachsene müssen ihren Nachwuchs begleitenFlorian Beilharz’ Rüben werden am gemeinsamen Treffpunkt – der Kindertagestätte Arche – für einen Euro verkauft. Um 17 Uhr wird mit dem Schnitzen der teils vorausgefrästen Rüben begonnen. Am Kindergarten werden auch Getränke verkauft.Aus Sicherheitsgründen dürfen Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen am folgenden Umzug teilnehmen. Nach dem Schnitzen der Rüben geht es in der Dunkelheit ab 18:30 Uhr durch den Ort. Der Aldinger Musikverein führt den Umzug an2014 wird dabei auch das neu komponierte „Aldinger Rübengeisterlied“ vorgestellt. Ziel ist der örtliche Marktplatz. Dort werden auch für alle Essen und Getränke zum Verkauf angeboten. 

 

Umzug 2019

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